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Wir freuen uns über jeden Stein
den man uns in den Weg legt.

dann können wir wieder etwas Neues bauen.


 

   10 Jahre mit Organspende-Info in den Schulen

Im Sommer 1999 hat alles begonnen

 

10 Jahre Infoveranstaltungen an Schulen zum Thema Organspende. Dem Anlass entsprechend findet deshalb 10 Jahre später, am 8. Juli 2009 um 9 Uhr im Foyer und der Aula des Marianum in 36037 Fulda; Brüder-Grimm-Straße 1 ein Projekttag mit Informationsstand und Vortrag über Organspende und Transplantation statt.

Im Oktober 1998 haben der damalige Transplantationskoordinator Ralf Werner in Klinikum Fulda und Gerd Wagner von der Gemeinschaft der Organtransplantiert (GDO) erste Versuche unternommen, das Projekt Organspende in die Schule einzubringen. „Es gab viele, wenn auch manchmal fadenscheinige Absagen und wir waren schier ratlos“, erinnert sich Wagner. Durch Zufall wurde dann doch noch ein Termin in der Fuldaer Rabanus-Maurus-Schule (Domgymnasium) festgelegt und das Team Werner/Wagner unter Führung von Prof. Dr. Stegmann erhielt die Möglichkeit, ihr Projekt vorzustellen.
Das Eis war gebrochen. Nach dem ersten Erfolg zogen viele Schulen nach. Wagner: „Anfangs war das mit der Technik alles nicht so einfach wie heute. Wir benutzten Dia-Projektor und Dias sowie Overheadfolien ging es los. In vielen Schulen waren die Elektroanschlüsse nicht ok und wir mussten viel improvisieren“. Da es nur wenige Overheadprojektoren und die auch noch oft defekt waren wurde kurzerhand ein eigenes, transportables Gerät gekauft.
Heute sind die Referenten mit Laptop und Beamer unterwegs. Werner: „Viele Schulen sind mittlerweile so gut ausgestattet, das wir neben dem Infomaterial nur noch unseren USB-Stick mitbringen müssen.“
Dem Marianum in Fulda war das Team 2001 das erste Mal. Seitdem ist man regelmäßig jedes zweite Jahr für jeweils zwei Jahrgangsstufen dort zu Gast. Ab 2001 wurde das Projekt auf ganz Hessen ausgeweitet. Jedes führt die GDO mittlerweile über 140 Veranstaltungen in allen fort- und weiterbildenden Schulen durch. Zudem gibt es zur Fort- und Weiterbildung Vorträge und Diskussionsrunden in den jeweiligen Krankenhäusern und in den Kranken- und Kinderkrankenpflegeschulen. Seit September 2005 hat die GDO eine Akkreditierung zur Lehrerfortbildung für alle Lehrfächer und Schulformen.
Das Engagement der GDO wird dringend gebraucht. Rund 12.000 Menschen in der Bundesrepublik warten derzeit auf ein Organ, viele davon vergebens. 15 % der der Wartepatienten sind Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren. Täglich sterben drei Menschen, weil kein passendes Spenderorgan zur Verfügung steht. Vier von fünf Bürgern stehen der Organspende prinzipiell positiv gegenüber, es besitzen jedoch nur achtzehn Prozent der Bevölkerung einen Organspendeausweis.
Durch Aufklärung will die GDO diese Situation ändern. Wagner: „Wir möchten die Bereitschaft zur Organspende durch fundierte sachliche Aufklärung fördern, falsche Informationen ausräumen und Ängste abbauen, denn genau das kann Leben retten.“ Der GDO ist Aufklärung wichtig, so dass eine Entscheidung zur Organspende schon zu Lebzeiten gefällt wird. Und diese Entscheidung sollte man dann mit seinen Angehörigen besprechen, damit diese den  Willen kennen und nach einem Todesfall auch wiedergeben können, raten die Experten.
Der plötzliche Tod eines geliebten Menschen ist für alle Angehörige, ein Schock. In dieser Situation einer Organspende des Verstorbenen zuzustimmen, verlangt von den Angehörigen viel Kraft. Das Gespräch mit Ärzten und Schwestern ist dabei von großer Bedeutung. Genaue und richtige Informationen über den Vorgang der Todesfeststellung und der Organentnahme sind wichtig. Wagner: „Gibt es keine bekannte Entscheidung, ist die Frage nach einer Organspende immer die schwierigste Frage zum ungünstigsten Zeitpunkt an die unglücklichste Familie.“
„Ich habe ein zweites neues Leben geschenkt bekommen. Ich bin so dankbar“ – Berichte über Organtransplantationen machen uns nachdenklich. „Was ist eigentlich wenn ich ein Organ brauche? Bekomme ich eine zweite Chance oder warte ich vergebens?“ Statistisch gesehen wird man viermal eher Empfänger als ein Spender.  Andererseits wäre ich bereit, als Organspender zur Verfügung zu stehen? Vor 55 Jahren wurde weltweit die erste Nierentransplantation durchgeführt, am 13. Februar 1969, also vor 40 Jahren, die erste Herztransplantation in Deutschland. Seitdem hat sich zwar  in der Medizin enorm viel getan, aber in den Köpfen der Menschen ist die Einstellung zur Organspende noch zwiespältig.

Wer kennt die Einstellung seiner Familie zur Organspende? Viele Eltern wissen oft gar nicht ob sich ihr Kind schon einmal mit diesem Themenbereich im Schulunterricht auseinander       gesetzt hat. Selten ist bekannt, dass Jugendliche eine eigene Meinung dazu haben. Deshalb ist es wichtig, sich mit diesem Thema zu beschäftigen und darüber zu sprechen. Nur so kann  sichergestellt werden, dass der eigene Wille bekannt ist und von den Angehörigen mitgetragen wird. Eine Entscheidung zur Organspende zu Lebzeiten ist wichtig und man sollte diese mit den Angehörigen besprechen, damit der Wille bekannt und wiedergeben werden kann.
„Info-Veranstaltungen, wie wir sie beispielsweise durchführen, sind daher extrem wichtig“, betont Werner. Es sind vor allem die Selbsthilfeorganisationen, die in erheblichem Maße dazu beitragen, dass das Thema in der Öffentlichkeit mit Herz und Verstand diskutiert wird. Was Wagner und Werner wissen, sollte allen Menschen klar sein: „Die Chance auf ein zweites Leben kann es nur geben, wenn Menschen bereit sind zu geben.“





Organspende „Ich bin dabei“


Ca. 12.000 Menschen (darunter auch viele Kinder) in der Bundesrepublik warten derzeit auf eine Organtransplantation, viele davon vergebens. Jährlich versterben 30 % der Wartepatienten, weil für sie kein passendes Spenderorgan bereit steht. Obwohl vier von fünf Bürgern der Organspende prinzipiell positiv gegenüberstehen, besitzen nur fünfzehn Prozent der Bevölkerung einen Organspendeausweis. Die Hessische Landesregierung hat es sich deshalb zum Ziel gesetzt, die Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger zur Organspende zu erhöhen.

Der plötzliche Tod eines geliebten Menschen ist für Angehörige, Lebenspartner, Eltern und Freunde ein Schock. In dieser Situation einer Organspende des Verstorbenen zuzustimmen, verlangt von den Angehörigen viel Kraft. Es bedeutet aber auch, den Tod als etwas Unabänderliches zu akzeptieren und dennoch das Leben ohne Verbitterung zu bejahen. Das Gespräch mit Ärzten und Schwestern ist dabei von großer Bedeutung. Die genaue und richtige Information über den Vorgang der Todesfeststellung und der Organentnahme ist sehr wichtig. Ist ein Angehöriger verstorben und keine Entscheidung bekannt, ist die Frage nach einer Organspende immer die schwierigste zum schlechtesten Zeitpunkt an die unglücklichste Familie.

Für alle heißt das, sich zu Lebzeiten mit der Thematik zu beschäftigen, um nach dem Tod den Angehörigen eine sichere und klare Entscheidung zu ermöglichen. In jungen Jahren und als gesunder Mensch denken wir gar nicht über den Tod und Organspende im Besonderen nach. Die Wahrscheinlichkeit Organempfänger zu werden ist 4- bis 6-mal höher als Spender zu sein. Und wenn man selbst ein Organ braucht, was ist dann?

Deshalb bitten wir Sie: Übernehmen Sie Verantwortung für sich selbst und für Ihre Angehörigen. Dokumentieren Sie zu Lebzeiten Ihre Entscheidung auf einem Organspendeausweis. Auch wenn Sie nicht mit einer Organspende einverstanden sind oder die Entscheidung einer Person ihres Vertrauens übertragen wollen, können Sie das dokumentieren. Wichtig ist vor allem, dass Sie sich selbst frühzeitig mit dieser Frage auseinander setzen und immer bedenken: Organe spenden kann Leben retten.

Wir wollen im Rahmen der Organspendekampagne der Hess. Landesregierung unseren Beitrag verstärken. Die GDO unterstützt das Hess. Kultusministerium mit Materialien, beratend und finanziell bei der Unsetzung.

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